C-PIO-0 

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Parallele Schnittstellen


BIOS ............................................................  1
    Ports 03BCH, 0378H, 0278H; IRQ=7, IRQ=5
    die symbolischen Namen LPT1:, LPT2:, LPT3:

Centronics SPP ..................................................  3

Drucken über die parallele Schnittstelle ........................  4

die Drucker-Anschlüsse P1, P2, P3 ...............................  5
Umlaute und I/Omodes ............................................  6

ECP und EPP .....................................................  7

seitenorientierte Drucker .......................................  8
    Randsteuerung

2x Parallel-Port an PCI-Bus (EX-41012) ..........................  9

     

 

  

 

                                                             C-PIO-1 

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Parallele Schnittstellen

Parallele Schnittstellen werden hauptsächlich verwendet zur
Steuerung von Druckern, gelegentlich auch zu Lesen sog. Dongles,
zum Betreiben externer Magnetband- und Wechselfestplatten-
Laufwerke etc.

Bevor eine parallele Schnittstelle von einem Anwendungsprogramm
wie z.B. moto-concept verwendet werden kann, leisten im Computer
verschiedene Instanzen einige Vorarbeiten, die auf Verfügbarkeit
und Bezeichnung (Namens-Vergabe) Einfluß nehmen.

   

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BIOS

Beim Starten eines PC besorgt eine vorlaufende Logik den sog.
POST (power on self test). Im Rahmen dieser Selbstprüfung
analysiert dieses Test-Programm u.a., welche parallelen
Schnittstellen gegenwärtig installiert bzw. betriebsbereit
sind.

Getestet werden die Ports (und zwar in dieser Reihenfolge):

        03BCH (IRQ=7)
        0378H (IRQ=5)
        0278H (IRQ=7)

Für jedes operabel angetroffene Port aus dieser Liste assoziiert
das BIOS einen mit fortlaufender Nummer ausgestatteten Geräte-
Namen

        LPT1:
        LPT2:
        LPT3:

Werden alle 3 Ports erkannt, entsteht so die folgende Zuordnung:

        Port 03BCH wird benannt LPT1:
        Port 0378H wird benannt LPT2:
        Port 0278H wird benannt LPT3:

     

 

  

 

                                                             C-PIO-2 

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BIOS (Forts.)

Ist Ihr Computer hingegen mit nur einer parallelen Schnittstelle
ausgestattet, so erhält sie auf jeden Fall den symbolischen
Namen LPT1:, und zwar ohne Rücksicht darauf, mit welcher Port-
Adresse diese Schnittstelle technisch repräsentiert ist.

Wird das unter der Adresse 03BCH zuerst getestete Port nicht
erkannt, wohl aber die beiden Alternativen 0378H und 0278H,
so wird wie folgt assoziiert:

        Port 0378H wird benannt LPT1:
        Port 0278H wird benannt LPT2:

Diese Spezifikationen und Benennungen gelten gemeinsam sowohl
für die Ebenen des BIOS wie auch für die Betriebssysteme MS DOS
und MS Windows 95/98/ME und NT/2000.

     

 

  

 

                                                             C-PIO-3 

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Centronics SPP

Für das Port unter der Adresse 03BCH ist üblicherweise nur die
Betriebsart als SPP (standard printer port) vorgesehen.

Diese Betriebsart gründet auf einer Schnittstellen-Definition
der Firma Centronics, weshalb die parallele Schnittstelle
dieses Typs gelegentlich auch als Centronics-Schnittstelle
bezeichnet wird:

Die Datenleitung PC/Drucker ist wie folgt beschaltet:

PC      DB25                                        CP36 Drucker
----------------------------------------------------------------
        1      *STB        *Strobe              ->  1
        2      D0          Data 0               ->  2
        3      D1          Data 1               ->  3
        4      D2          Data 2               ->  4
        5      D3          Data 3               ->  5
        6      D4          Data 4               ->  6
        7      D5          Data 5               ->  7
        8      D6          Data 6               ->  8
        9      D7          Data 7               ->  9
        10     *ACK        *Acknowledge         <-  10
        11     BUSY        Busy                 <-  11
        12     PE          Paper empty          <-  12
        13     SEL         Select               <-  13
        14     *AUTOFD     *Auto Feed XT        ->  14
        15     *FAULT      *Error               <-  15
        16     *PRIME      *Init                ->  16
        17    (*SLCTIN)    *Select In           ->  17
        18-25  SG, GND     Signal-Masse         --  16,33,19-30
               PG          Gehäuse-Masse        --  17
                           + 5 Volt             <-  18

     

 

  

 

                                                             C-PIO-4 

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Drucken über die parallele Schnittstelle

Die parallele Schnittstelle wird von /pgobasic wie von /pgoffice
in klassischer Weise zur Steuerung von Druckern verwendet.

Die Datenübermittlung vom Computer zum Drucker erfolgt
zeichenweise wie folgt: Das den Druck steuernde Programm testet
die Verfügbarkeit des Druckers üblicherweise über das Signal
SELECT, die Bereitschaft des Druckers, Daten annehmen zu können,
über das Signal BUSY. Signalisieren beide Informationen, daß der
Drucker ein Zeichen übernehmen kann, stellt das Programm das
aktuell zu übertragende Zeichen als 8-bit Code für die
Datenleitungen D0 bis D7 zur Verfügung. Danach wird das Signal
*STROBE für eine kurze Zeit (1 us) vom High-Pegel zum Low-Signal
und wieder zurück zum High-Pegel geführt. Damit erhält der
Drucker sowohl die Information, daß ein neues Zeichen übernommen
werden soll, wie auch, daß dies jetzt geschehen soll.

Der Druck einer Zeile bzw. einer ganzen Seite gestaltet sich
sodann so, daß dem Drucker der anzuschreibende Text zeichenweise
(von links) übergeben wird; am Ende der Zeile werden 2 Steuer-
Zeichen, nämlich

        0DH (CR) Carriage Return (Wagenrücklauf) und
        0AH (LF) Line Feed (Zeilentransport)

angehängt. Die Steuerung eines solchen Druckers erfolgt also
ähnlich wie die Bedienung einer Schreibmaschine oder eines
Fernschreibers. Das Ende einer Seite wird signalisiert durch
das Zeichen

        0CH (FF) Form Feed (Seitenvorschub).

     

 

  

 

                                                             C-PIO-5 

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die Drucker-Anschlüsse P1, P2, P3

moto-concept /pgobasic und /pgoffice beschränken sich bei der
Versorgung von Druckern für Text-Ausgaben generell auf die
ausschließliche Verwendung der vorgenannten Steuerzeichen, so
daß eine sehr große Vielzahl von Modellen unmittelbar und ohne
weitere Einstell-Arbeiten verwendet werden kann.

In der Disposition der Druck-Routen spezifizieren Sie

        P1 für das Gerät LPT1:
        P2 für das Gerät LPT2:
        P3 für das Gerät LPT3:

Um genau zu sein: Sie bezeichnen den Anschluß (-Stecker) auf
der Computer-Rückwand, an dem ein Drucker betrieben werden soll.
Das Programm "sieht" also nicht das Gerät selbst, sondern
beschäftigt sich mit der Organisation von Signalen, die von
hier auf ein Gerät wirken sollen (und so nicht wirken können,
falls Sie z.B. irrtümlich das nötige Anschluß-Kabel nicht oder
anderswo aufschalten).

     

 

  

 

                                                             C-PIO-6 

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Umlaute und I/Omodes

Hinsichtlich der Codierung der zu übermittelnden Daten-Zeichen
sind folgende Alternativen vorgesehen:

In der "PC-Welt" hat sich ein Defakto-Standard etabliert,
nämlich, die Daten in der Codierung nach IBM Set2/Codepage 850
darzustellen. Dies betrifft im wesentlichen die Codierung der
deutschen Umlaute zu:

        Ä 08EH          ä 084H
        Ö 099H          ö 094H
        Ü 09AH          ü 081H
                        ß 0E1H

Das im Deutschen gelegentlich verwendete Paragraphen-Zeichen
wird als 015H gesendet; in der internen Repräsentation
konkurriert es mit dem AT-Zeichen 040H, mit dem heute
symbolische Internet-Adressen gekennzeichnet werden.

Diese Codierung wählen Sie aus mit dem I/Omode 40.

Ältere Drucker-Modelle erwarten gelegentlich eine Ansteuerung
mit einem 7-bit Code und überlagern die im amerikanischen
ASCII-Code vorgesehenen Plätze für eckige und geschweifte
Klammern etc. zugunsten einer Darstellung sog. nationaler
Sonderzeichen, und zwar:

        Ä 05BH          ä 07BH
        Ö 05CH          ö 07CH
        Ü 05DH          ü 07DH
                        ß 07EH

Ein gesendetes Zeichen 040H würde nach der amerikanischen
Interpretation ASCII-codierter Daten als AT-Zeichen gedruckt;
wird der Drucker auf die Darstellung des nationalen Zeichen-
Satzes deutsch eingestellt, produziert er für ein erhaltenes
Zeichen 040H den Druck des Paragraphen-Zeichens.

Verwenden Sie Drucker mit dieser Einstellung, wählen Sie zur
Versorgung mit der richtigen Zeichen-Codierung den I/Omode 41.

Stehen hingegen beide Möglichkeiten zur Ansteuerung Ihres
Druckers zur Verfügung, so raten wir, der Variante nach
I/Omode 40 den Vorzug zu geben.

     

 

  

 

                                                             C-PIO-7 

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ECP und EPP

Alternativ zur Betriebsart

        SPP (standard printer port)

können die Ports unter den Adressen 0378H und 0278H bei einer
geeigneten technischen Ausstattung umgeschaltet werden auf die
Betriebsart

        ECP (extended capabilities port)

oder

        EPP (enhanced parallel port).

Diese Betriebsarten sind u.U. wichtig, wenn Sie an einer
parallelen Schnittstelle andere Geräte als Zeilen-Drucker
betreiben wollen, z.B. Dongles, externe Streamer oder
Wechselfestplatten-Laufwerke zur Datensicherung o.dergl.

Der Betrieb dieser Geräte benötigt einen bidirektionalen
Daten-Verkehr, d.h. es müssen sowohl Daten vom Computer zum
angeschlossenen Gerät übertragen wie auch von dort in den
Computer übernommen werden können.

Auch moderne farbtaugliche Drucker benötigen gelegentlich eine
um diese technischen Möglichkeiten erweiterte Kommunikation,
z.B. um über verfügbare Farben, ausgewählte Patronen etc. zum
Computer bzw. dessen Treiber-Logik mitteilen zu können.

In diesen Fällen kann es erforderlich sein, daß Sie ein anders
beschaltetes Drucker-Kabel verwenden müssen, also u.U. bei der
Ablösung eines alten Drucker-Modells durch einen modernen
Laser- oder Tinten-Drucker auch ein darauf abgestimmtes
Anschluß-Kabel benötigen.

Für Text-Darstellungen verzichten /pgobasic sowie /pgoffice
auf die Inanspruchnahme derartiger Features und geben hier
der einfachen, universell und damit problemlos einzusetzenden
Schnittstellen-Versorgung den Vorzug.

     

 

  

 

                                                             C-PIO-8 

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seitenorientierte Drucker

Die oben für Zeilen-Drucker beschriebene Ansteuerung verwenden
/pgobasic und /pgoffice auch für (einem Seitenkonzept folgende)
Laser- und Tinten-Drucker. Technisch besteht der Unterschied
druckerseitig darin, daß nicht Zeile um Zeile mechanisch
unmittelbar realisiert wird, wenn der Drucker die Steuerzeichen
CR und LF empfängt; stattdessen sammelt der Drucker in seinem
Speicher alle darzustellenden Informationen einer ganzen Seite
und produziert diese Seite erst bei Erhalt des Steuerzeichens
FF.

Aus dieser Beschreibung geht damit gleichzeitig hervor, daß
diese Seiten-Drucker in verträglicher Weise wie Zeilen-Drucker
angesteuert werden können.

Für Text-Darstellungen besteht i.d.R. nur ein wesentlicher
Unterschied darin, daß bei mechanischen Zeilen-Druckern die
Höhe der ersten auf ein Blatt oben zu druckende Zeile am
Drucker justiert werden kann (und typischerweise tiefer
disponiert wird als bei Laser- und Tinten-Druckern), bei den
seitenorientierten Druckern eine entsprechende Steuerung aus
dem druckenden Programm besorgt werden muß.

Entsprechende Spezifikations-Möglichkeiten finden Sie z.B. bei
moto-concept unter den Stichworten

        Vorlauf/oberer Rand
        Heftung/linker Rand bzw.
        (Formular-) Kuerzung.

     

 

  

 

                                                             C-PIO-9 

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2x Parallel-Port an PCI-Bus (EX-41012)

Die Adapter-Karte bietet 2 Parallel-Ports an; in der
Werkseinstellung ist Port 1 an Bord und Port 2 über ein
Flachbandkabel herausgeführt

Port 1 und Port 2 können bei Bedarf gegeneinander vertauscht
werden (Beispiel MS Windows 2000/XP):

        Arbeitsplatz   (Klick rechts)
        Eigenschaften  (Klick)
        Hardware       (Klick)

        Geräte Manager (Klick)

        (+) Anschlüsse (COM und LPT)        (Klick)
            NetMos PCI Parallel Port (LPT2) (Doppelklick)
            Anschlusseinstellungen          (Klick)
            LPT-Anschlussnummer: LPT3 (bereits belegt) (Klick)
            OK (Klick)
         Ja    (Klick)

            NetMos PCI Parallel Port (LPT3) (Doppelklick)
            Anschlusseinstellungen          (Klick)
            LPT-Anschlussnummer: LPT2       (Klick)
            OK (Klick)
         Ja    (Klick)



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