C-GRA-0 

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Grafik-Adapter


monochrome graphics adapter MGA .................................  1
    Hercules, MGP ...............................................  3

color graphics adapter CGA ......................................  5
enhanced graphics adapter EGA ...................................  5

video graphics array VGA ........................................  6

     

 

  

 

                                                             C-GRA-1 

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Grafik-Adapter

   

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monochrome graphics adapter MGA

Viele der in den 1980er Jahren ausgelieferten Computer-Systeme
des Typs IBM PC, IBM AT oder diesen nachempfundene Systeme
(Clones) enthielten zum Anschluß eines Bildschirm-Monitors
einen Adapter dieses Typs.

Auf der Computer-Rückwand war der Anschluß ausgeführt im Typ
DB9f, also 2-reihig mit 5+4 Kontakten als Buchse:

Der Adapter taugt zur Darstellung von Text mit 80 Zeichen pro
Zeile und bis zu 25 Zeilen untereinander.

Die angeschlossenen Monitore leuchteten zunächst mit grünem
oder bernsteinfarbigem Phosphor, üblicherweise in heller Schrift
auf dunklem Hintergrund, später auch schwarz-weiß und mit
dunkler Schrift auf hellem Hintergrund.

Die Darstellung verwendete feste Zeichenabstände (also keine
Proportional-Schrift) und bot zur Hervorhebung neben der
normal hellen eine erhöht helle Darstellung sowie die hierzu
zeichenweise steuerbaren Attribute

    - unterstrichen
    - invers (dunkle Schrift auf hellem Hintergrund)
    - blinkend

sowie deren Kombination. Da die inverse Darstellung häufig zu
nur noch sehr schwer lesbaren Ergebnissen führte, wurde hierauf
vollständig verzichtet, ähnliches gilt für das Attribut
blinkend, welches bei häufiger Verwendung nur wenig zu helfen
und auf Dauer eher ermüdend zu wirken schien.

     

 

  

 

                                                             C-GRA-2 

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monochrome graphics adapter MGA (Forts.)

Die Adapter-Karten führen üblicherweise keine Einstell-
Elemente, der Bildschirm-Speicher (Video-RAM) ist mit 16 bit
pro darzustellendem Zeichen (4KB) ausgestattet und fest unter
der Adresse 0B0000H in den RAM-Adressbereich des PC eingeblendet.
Der Steuerbaustein (Video-Controller 6845) wird über die Port-
Adresse 03B4H angesprochen.

Der Zeichen-Generator dieser Anschluß-Adapter übersetzt 256
8-bit-Zeichen, davon die ersten 128 nach dem amerikanischen
ASCII-Zeichensatz und weitere 128 Zeichen ähnlich IBM-Set 2/
Codepage 850, wodurch auch national gebräuchliche Zeichen wie
Umlaute und eine einfache Linien-Grafik darstellbar werden.

     

 

  

 

                                                             C-GRA-3 

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Hercules, MGP

Unter der Bezeichnung Hercules-Karte faßt der Jargon eine
Vielzahl von Adapter-Karten zusammen, die dem von IBM
initiierten Text-Standard MGA entsprechen und auf derselben
Adapter-Karte zusätzlich einen nach DB25f ausgeführten Parallel-
Anschluß für einen Drucker bieten.

Für diese Adapter wird auch statt MGA das Kürzel MGP i.S.v.
monochrome graphics/printer adapter verwendet. Die Drucker-
Schnittstelle entspricht den Signalbedürfnissen zum Steuern
eines Centronics-Druckers und ist unidirektional zum Drucker
hin orientiert ausgelegt, d.h. sie ist dazu konzipiert,
lediglich Daten vom Computer zum Drucker und wenige Status-
Signale vom Drucker zum Computer zu übermitteln. Diese
Konfiguration wird heute auch als SPP (standard printer port)
bezeichnet.

SPP: s.a. Parallele Schnittstellen

     

 

  

 

                                                             C-GRA-4 

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Hercules, MGP (Forts.)

Die Port-Adresse für den Parallel-Anschluß ist entweder auf
03BCH fixiert oder kann über die Alternativen

                03BCH (IRQ=7)
                0378H (IRQ=5)
                0278H (IRQ=7)
                deaktiviert

variiert werden. Die vorgesehene Interrupt-Steuerung wird von
/pgobasic und /pgoffice nicht aktiviert, da sich wegen der
mechanischen Trägheit der Drucker Text-Darstellungen nicht mit
einem Performance-Vorteil verbessern ließen. Stattdessen wurden
diese nur in knapper Anzahl verfügbaren Signalisierungen für
den Bildschirm-Betrieb an seriellen Schnittstellen disponiert.

Grafische Darstellungen sind für den IBM MGA und die Hercules-
bzw. MGP-Adapterkarten technisch verschieden ausgeführt; von
beiden Möglichkeiten macht moto-concept keinen Gebrauch.

     

 

  

 

                                                             C-GRA-5 

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color graphics adapter CGA

Der farbtaugliche Adapter CGA litt anfänglich unter dem im
Vergleich zum MGA höheren Preis und dem Fehlen des Drucker-
Anschlusses. Technisch ist die Text-Darstellung mit dem MGA
verträglich konzipiert: Die Anteile der Grundfarben rot, grün
und blau können mit separaten Bits ein- und ausgeschaltet
werden; hinzu kommt ein weiteres Bit zur Steuerung erhöhter
Helligkeit.

Der Video-Controller wird über die Port-Adresse 03D4H
angesteuert; das Video-RAM ab 0B8000H in den Adress-Bereich des
PC-RAM eingeblendet.

moto-concept /pgobasic und /pgoffice beschränken sich bei
Erkennen dieses Adapter-Typs auf die Umschaltung auf die vom MGA
verschiedenen Adressen und nutzten diesen Adapter im übrigen in
der zu MGA verträglichen monochromen Darstellungs-Art
(Video-Mode=02H, 80 x 25 b/w).

   

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enhanced graphics adapter EGA

Adapter dieses Typs können wie MGA und CGA in monochromer
Text-Darstellung betrieben werden. Sie wurden sehr schnell durch
verbesserte Leistungsmerkmale der Adpater vom Typ VGA abgelöst.

     

 

  

 

                                                             C-GRA-6 

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video graphics array VGA

Grafik-Adapter dieses Typs erlauben Text-Darstellungen wie die
Adapter vom Typ MGA und CGA, darüberhinaus auch Zeilenbreiten
von über 80 (96, 132, ..) Zeichen und mehr als 25 (28, 40, ..)
Zeilen.

Besondere Beachtung, nicht zuletzt unter MS Windows Betriebs-
Systemen fand jedoch eine andere Betriebsart, der sog. APA-Modus
(all points addressable), der gute grafische Auflösung dadurch
bietet, daß jeder einzelne Bildpunkt in Farbe und Helligkeit
separat gesteuert werden kann. Unterschiedliche Video-Modi
stellen verschiedene Auflösungen und Farb-Varianten zur
Verfügung,

            anfangs        16 Farben (4-bit)
               bald       256 Farben (8-bit)
        kurz danach   262.144 Farben (18-bit, High Color)
               bzw. 1.677.216 Farben (24-bit, True Color)

in Auflösungen von typisch

                   640 x  480 Pixel
                   800 x  600 Pixel
                  1024 x  768 Pixel
                  1280 x 1024 Pixel

Höhere Auflösungen sind technisch zwar möglich, haben jedoch
derzeit wegen der damit sprunghaft steigenden Kosten noch keine
vergleichbare Verbreitung gefunden. Für die Text-Darstellung
bedeutet dies jedoch die Überwindung des langjährigen Industrie-
Standards von 80 x 24 Zeichen, erlaubt ggf. proportionale und
unterschiedlich konturierte Schriften sowie damit kombinierte
grafische Darstellungen.

     

 

  

 

                                                             C-GRA-7 

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video graphics array VGA (Forts.)

Der Anschluß-Stecker für diesen Adapter-Typ entspricht in den
äußeren Abmessungen dem des MGA/CGA bzw. EGA, führt jedoch
15 Kontakte in 3 gegeneinander versetzten Reihen zu je 5
Buchsen.

Adapter-Karten dieses Typs werden produziert sowohl für den
ISA-Bus wie auch für die Bus-Typen PCI und AGP. Adapter-Karten
dieses Typs enthalten typischerweise keine Einstell-Elemente,
jedoch sind gelegentlich das Signal IRQ=2 und/oder das Einfügen
von Wait States selektierbar.

Während das Signal IRQ=2 für bestimmte schnell sich wandelnde
grafische Darstellungen (Spiele) Bedeutung erlangen mag, ist
es für statische Darstellungen oder nur langsam ablaufende
Animationen i.d.R. entbehrlich, d.h. die vorgesehene
Durchschaltung des Signals IRQ=2 sollte nach Möglichkeit nicht
aktiviert werden.

Das Einfügen von Wait States kann erforderlich werden, wenn eine
schnell schaltende VGA-Adapterkarte in Systemen mit langsamerem
ISA-Bus eingesetzt werden soll, um zu verhindern, daß dadurch
der ISA-Bus "überfahren" wird. Das Einfügen von Wait States
verursacht in üblichen Text-Darstellungen keine wahrnehmbaren
Verzögerungen, so daß hier dem stabilen Ablauf der Bus-Steuerung
und unverfälschter Darstellung regelmäßig der Vorzug gegeben
werden sollte.

Unter MS Windows 95/98/ME können für moto-concept die Farben
von Hintergrund, Liniengrafik und Text eingestellt werden;
MS Windows NT/2000 erzwingen schwarz-weiße Darstellungen, d.h.
diese Betriebssysteme ignorieren die aus dem Programm hierzu
erzeugten Spezifikationen und Anforderungen.



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