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B-NET-21
 Netzwerk-Strukturen und -Merkmale
Zur Beurteilung von Netzwerken ist ein wenig Kenntnis ihrer
technischen Eigenschaften recht nützlich. Dazu gehören die
räumlich-logische Organisation der Datenwege (Topologie),
die Verkehrsregeln für den Nachrichten-Versand (Protokoll)
und nicht zuletzt ein Begriff davon, wie diese Nachrichten
ungefähr aussehen.
 Daten, Nachrichten, Nachrichten-Pakete
Daten, statisch betrachtet, ruhen in Büchern, in Karteien,
auf Magnetplatten, CD-ROM und anderswo. Sie werden in Bytes
(Zeichen) gemessen. 1 KByte sind 1024 Bytes, 1 MByte sind
1024 KBytes, also gut 1.000.000 Zeichen (1 Million Zeichen).
Nachrichten sind Daten, die von einem Sender an einen
Empfänger übermittelt werden. Die Übertragungs-Geschwindigkeit
(Datentransfer-Rate) wird in bits/sec (bps), Baud oder Hertz
ausgedrückt. Für überschlägige Rechnungen rechnen Sie 1 Byte
(1 Zeichen) mit 10 Bits - manchmal sind es nur 8, manchmal
auch etwas mehr als 11. Lassen Sie es bitte keinen Techniker
hören, wenn Sie so tun, als wären Baud, Hertz und Bits/Sek.
dasselbe - sie sind es nicht, aber sie dauern ungefähr gleich
lang. Mit 9600 Baud können Sie etwa 1000 (960) Zeichen/Sekunde
übertragen, eine 10-MHz-Leitung transportiert 10.000.000 Bits
pro Sekunde, also etwa 1 Million Zeichen/Sek. Dementsprechend
"schafft" eine 100-MHz-Leitung 100.000.000 Bits pro Sekunde,
also ca. 10 Millionen Zeichen/Sek.
Nachrichten-Pakete sind endliche (begrenzte) Mengen von Daten,
die in einem Akt technisch behandelt (z.B. übermittelt) werden.
Zu den Netto-Daten, der "eigentlich" zu übertragenden Substanz,
werden in Netzwerk-Systemen Rahmen-Informationen ergänzt:
- Absender-Station (Kennung, dazu ggf. Datum, Uhrzeit)
- Empfänger (Stations-Kennung oder alle: Rundruf)
- Länge der Nachricht
- Nachrichten-Klasse (Eil-Meldung, Vorrang, ...)
- Prüf-Information zur Absicherung gegen Störsignale
Zerbrechen Sie sich nicht unnötig den Kopf darüber, welchen
Umfang dieser organisatorische Overhead (Überbau) bedeutet;
Sie dürfen unterstellen, daß er in der übrigen Ungenauigkeit
überschlägiger Schätzungen untergeht und im praktischen Zeit-
Verhalten der Systeme keine wahrnehmbare Verzögerung bedeutet.
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